Arbeitskraft- und Inhaberabsicherung · Menschen und Betrieb zusammendenken

Wenn ihr als Inhaber ausfallt, braucht nicht nur euer Einkommen einen Plan.

Krankheit, Unfall oder Tod können private Verpflichtungen und den Betrieb gleichzeitig treffen. Wir betrachten deshalb eure persönliche Arbeitskraft, die Liquidität des Unternehmens, Vertretungsregeln und den Schutz der Familie in einem Gesamtbild.

✓ Privates Einkommen absichern ✓ Betriebliche Folgen mitdenken ✓ Vertretung und Familie einbeziehen

Eine Person, mehrere Abhängigkeiten

Ein Inhaberausfall wirkt auf vier Ebenen.

Je stärker Entscheidungen, Kundenbeziehungen und Wissen bei einer Person gebündelt sind, desto wichtiger ist eine abgestimmte Vorsorge.

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Privates Einkommen

Lebenshaltung, Wohnen, Familie, Krankenversicherung und Altersvorsorge laufen weiter, auch wenn eure berufliche Leistung länger ausfällt.

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Betriebliche Liquidität

Mieten, Leasingraten, Gehälter und Darlehen können fortbestehen, während Umsatz und Entscheidungen fehlen.

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Führung und Wissen

Bankzugänge, Vollmachten, Kalkulationen, Passwörter und Kundenwissen müssen für eine Vertretung geordnet erreichbar sein.

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Familie, Partner und Nachfolge

Private Hinterbliebenenversorgung, Unternehmensanteile, Bürgschaften und eine mögliche Nachfolge sollten zusammenpassen. Eine Versicherungsleistung ersetzt keine fehlende rechtliche oder organisatorische Regelung.

Zuerst den Bedarf rechnen

Welche Zahl muss privat und betrieblich aufgefangen werden?

Eine pauschale Versicherungssumme greift zu kurz. Entscheidend sind euer tatsächliches Einkommen, vorhandene Ansprüche, Reserven und die Zeit, die der Betrieb für eine Vertretung oder Neuordnung benötigt.

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Privater Monatsbedarf

Fixkosten, Familie, Darlehen, Krankenversicherung und Vorsorge ergeben den Betrag, der bei längerer Arbeitsunfähigkeit oder Berufsunfähigkeit fehlt.

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Vorhandene Ansprüche

Gesetzliche Erwerbsminderungsrente, Versorgungswerke, Krankentagegeld, bestehende Verträge und liquide Reserven werden realistisch gegengerechnet.

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Betriebliche Fixkosten

Personalkosten, Miete, Finanzierung, Leasing und andere laufende Verpflichtungen bestimmen die benötigte Übergangsliquidität.

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Kosten einer Vertretung

Interimsführung, zusätzliche Fachkräfte, Beratung und Einarbeitung können den Betrieb stabilisieren, verursachen aber Mehrkosten.

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Verbindlichkeiten und Hinterbliebene

Darlehen, persönliche Bürgschaften, Kaufpreisverpflichtungen und der finanzielle Bedarf der Familie bestimmen den möglichen Todesfallschutz.

Unterschiedliche Lösungen, unterschiedliche Aufgaben

Arbeitsunfähigkeit, Berufsunfähigkeit und Todesfall sind nicht dasselbe.

Ein tragfähiges Konzept ordnet jedem Risiko die passende Leistung zu. Ein einzelner Vertrag deckt diese Situationen regelmäßig nicht vollständig ab.

KrankentagegeldKann nach der vereinbarten Karenzzeit einen vorübergehenden Einkommensausfall durch Arbeitsunfähigkeit auffangen.
BerufsunfähigkeitsversicherungKann eine vereinbarte Rente leisten, wenn der zuletzt ausgeübte Beruf nach den Vertragsbedingungen längerfristig nicht mehr ausreichend ausgeübt werden kann.
RisikolebensversicherungKann im Todesfall Familie, Darlehen oder betriebliche Verpflichtungen mit einer festgelegten Kapitalleistung absichern.

Gesetzlichen Schutz konkret prüfen

Selbstständige haben nicht automatisch denselben Anspruch.

Eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente hängt von Versicherungszeiten, Pflichtbeiträgen und dem verbliebenen Leistungsvermögen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ab. Ob und in welcher Höhe ein Anspruch besteht, muss für jede Person geprüft werden.

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Versicherungsverlauf klären

Pflichtbeiträge, freiwillige Beiträge, Wartezeiten und mögliche Sonderregelungen werden nicht geschätzt, sondern anhand des Rentenkontos geprüft.

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Erwerbsminderung ist nicht Berufsunfähigkeit

Die gesetzliche Prüfung richtet sich grundsätzlich nach der möglichen Arbeitszeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt und nicht allein nach eurem bisherigen Beruf.

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Versorgungswerk und Berufsgruppe

Für bestimmte Berufe oder Pflichtversicherte gelten andere Grundlagen. Satzung, Anspruch und Leistungshöhe gehören in die Bestandsaufnahme.

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Versorgungslücke sichtbar machen

Erst aus privatem Bedarf, vorhandenen Ansprüchen, Steuern und Krankenversicherungsbeiträgen ergibt sich die Rente, die zusätzlich benötigt wird.

Der Betrieb braucht mehr als Geld

Vertretung, Vollmachten und Notfallordner halten euch handlungsfähig.

Versicherungsschutz schafft finanzielle Mittel. Damit Entscheidungen trotzdem getroffen werden können, braucht es zusätzlich klare Zuständigkeiten und zugängliche Informationen.

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Vertretungsregel

Wer darf Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten und Banken verbindlich ansprechen und welche Entscheidungen treffen?

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Vollmachten

Bank-, Unternehmens- und Vorsorgevollmachten sollten rechtlich passend erstellt, aktuell gehalten und sicher auffindbar sein.

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Notfallinformationen

Verträge, Fristen, Ansprechpartner, Zugänge, laufende Projekte und wichtige Abläufe gehören in einen gepflegten Notfallordner.

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Schlüsselpersonen

Nicht nur Inhaber können unverzichtbar sein. Auch Geschäftsführung, Vertrieb oder Spezialwissen einzelner Mitarbeiter können eine betriebliche Absicherung rechtfertigen.

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Nachfolge und Gesellschaftsvertrag

Abfindung, Anteilsübertragung, Kaufrechte und Fortführung gehören mit Steuer- und Rechtsberatung abgestimmt. Die Versicherungssumme sollte zu diesen Regelungen passen.

Anträge nachvollziehbar vorbereiten

Tätigkeit, Einkommen und Gesundheit entscheiden über den passenden Vertrag.

Gerade bei Inhabern ist die genaue Beschreibung der beruflichen Aufgaben wichtig. Büroanteil, körperliche Arbeit, Reisen, Personalverantwortung und besondere Risiken beeinflussen die Risikoprüfung.

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Tätigkeitsprofil

Der tatsächliche Arbeitsalltag wird mit zeitlichen Anteilen beschrieben, nicht nur mit einer allgemeinen Berufsbezeichnung.

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Einkommensnachweise

Gewinn, Gehalt, Entnahmen und schwankende Jahre müssen zur beantragten Leistung plausibel passen.

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Gesundheitsangaben

Fragen werden vollständig und anhand vorhandener Unterlagen beantwortet. Bei Unklarheiten sollte die Patientenakte vor Antragstellung geprüft werden.

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Vertragsbedingungen

Leistungsdefinition, Prognosezeitraum, Nachversicherung, Dynamik, Laufzeit, Ausschlüsse und Meldepflichten werden verständlich verglichen.

So entsteht ein tragfähiger Inhaberplan

Vier Schritte von der Abhängigkeit zur Lösung.

1Abhängigkeiten erfassen

Private Ausgaben, Einkommen, betriebliche Fixkosten, Schlüsselaufgaben und Verpflichtungen werden aufgenommen.

2Ansprüche und Reserven prüfen

Gesetzliche Leistungen, bestehende Verträge, Vermögen und betriebliche Liquidität werden belastbar eingeordnet.

3Lösungen abstimmen

Leistungshöhen, Laufzeiten, Versicherungsnehmer und Bezugsrechte werden passend zu Privatleben und Unternehmen gestaltet.

4Notfallorganisation ergänzen

Vertretung, Vollmachten, Notfallordner und regelmäßige Aktualisierung schließen die organisatorische Lücke.

Der nächste Schritt

Lasst uns prüfen, was privat und im Betrieb von eurer Arbeitskraft abhängt.

Für den ersten Überblick helfen Einkommens- und Kostenangaben, bestehende Vorsorgeverträge, Finanzierungen, Gesellschaftsverträge sowie eine kurze Beschreibung eurer Aufgaben und Vertretungsmöglichkeiten.

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